Guter Schlaf wird häufig unterschätzt, obwohl er ganz entscheidend für das psychische und körperliche Wohlbefinden ist. Ist er regelmäßig gestört, fühlen sich die Betroffenen oft körperlich und seelisch erschöpft und können sich schwerer konzentrieren. In den meisten epidemiologischen Studien liegt die Häufigkeit der Schlafstörungen in den Industrieländern bei 20 bis 30 Prozent. Laut der internationalen Klassifikation gibt es etwa 80 verschiedene Schlafstörungsformen. 

 

Die am häufigsten vorkommende Form der Schlafstörung ist die "Einschlaf- und Durchschlafstörungen" (Insomnie) beziehungsweise der "nicht erholsame Schlaf". Sie stellt die "klassische" Schlafstörung dar und muss beispielsweise vom morgendlichen Früherwachen unterschieden werden. Etwa 8 Millionen Deutsche leiden unter Einschlaf- und Durchschlafstörungen. Es ist zu beobachten, dass mehr Frauen als Männer von Insomnie betroffen sind.    

 

Obwohl Schlafstörungen recht häufig vorkommen, scheinen sie doch häufig akzeptiert, oder hingenommen zu werden. Denn nur etwa die Hälfte der Betroffenen, die länger als zwei Jahre unter Schlafstörungen leiden, suchen therapeutische Hilfe. Vielleicht liegt einer der Gründe dafür darin, dass viele Menschen Schlafstörungen kennen und die Symptome häufig mit Belastungssituationen direkt zusammenhängen. Unter "normalen" Bedingungen sollten die Schlafstörungen nach der Belastungszeit wieder verschwinden. Der Übergang von einer momentanen Schlafveränderung durch ein stressiges Ereignis hin zu einer chronifizierten Schlafstörung ist schleichend und wird daher oft erst spät als Chronifizierungsprozess wahrgenommen.        

 

 

In einer Praxis hat sich bei der Behandlung von Schlafstörungen die Hypnose als besonders wirksam erwiesen. 

Mithilfe der hypnotischen Trance soll das Gehirn die richtigen Übergänge von Entspannungszuständen in den Schlaf wieder erlernen. In manchen Fällen ist schon nach der ersten Hypnosesitzung eine Verbesserung des Schlafverhaltens bemerkbar. Die gesamte Behandlung erfordert jedoch meist mehrere Sitzungen.

In manchen Fällen kann auch eine Kombination aus Hypnose und kognitiver Verhaltenstherapie sinnvoll sein. 

© by Christina Thonack